Soziale Einrichtungen:

Altes Diakonat

„Wir finden einen Weg“ – so lautet das Motto der iuvogemeinnützigen GmbH mit Sitz in Albersdorf und steht sinnbildlich auch für die Arbeit in der sozialtherapeutischen Suchthilfeeinrichtung „Altes Diakonat“ in Hennstedt.
Das „Alte Diakonat“ im Ortskern Hennstedts ist seit 1989/1990 als soziale Einrichtung im Bereich der stationären und ambulanten Suchthilfe ein fester Begriff in der Gemeinde. Was vielen Gemeindemitgliedern sicherlich noch unter dem Namen „Die Kette e.V.“ bekannt ist und sich anfangs in der Süderstraße ansiedelte, wurde 1989/1990 von der DASI (Diakonische Arbeitsgemeinschaft Sozialpädagogischer Initiativen Dithmarschen) übernommen und befindet sich nun seit 2007 unter der Trägerschaft der IUVO gemeinnützige GmbH.
Das „Alte Diakonat“ betreut erwachsene, chronisch suchtkranke Menschen verschiedenen Alters, die Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens im Rahmen einer suchtmittelfreien Lebensgestaltung benötigen. Nach mehreren Um- und Anbaumaßnahmen finden heute 24 stationär betreute Klienten in der Horster Straße 2/4 ein (vorübergehendes) Zuhause mit verlässlichen Strukturen und festen AnsprechpartnerInnen. Außerdem besteht das Angebot der ambulanten Betreuung im eigenen Wohnraum in der Hennstedter Umgebung durch ein multiprofessionelles pädagogisches Team.
An den Wochentagen bietet die Einrichtung eine Reihe tagesstrukturierender Beschäftigungsmaßnahmen im hauswirtschaftlichen und handwerklichen Bereich an, wie beispielsweise Gartenpflege, Küche/Hauswirtschaft, Hausreinigung, Holzarbeiten und im kreativen Bereich Kunsttherapie,Töpfern, jahreszeitenorientierte Projekte. Außerdem gibt es Angebote zur Förderung körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit mit Hirnleistungstraining, Entspannungs- und Bewegungsangeboten.
Eine der grundlegenden Säulen der Arbeit im „Alten Diakonat“ ist die von Frau Ina Maria Böse geleitete kunsttherapeutische Arbeit, die nunmehr eine langjährige Tradition hat und auch „kunstunerfahrenen“ Betreuten eine Tür in die Welt des kreativen Gestaltens öffnet. Hier können sich die Betreuten ohne Leistungsdruck an Zeichnungen, Bildern, Drucken, Holzschnitten und Specksteinen ausprobieren. Die dabei entstandenen Werke werden auf den jährlich stattfindenden Frühlingsfesten mit Kunstausstellung präsentiert und zum Verkauf angeboten. Das Frühlingsfest bietet auch immer wieder die Möglichkeit, in Form eines „Tages der offenen Tür“ mit den Dorfbewohnern Hennstedts ins Gespräch zu kommen und die Arbeit des „Alten Diakonats“ zu präsentieren bzw. kennenzulernen.
Die Einbindung in die Gesellschaft – im Sinne der im „Alten Diakonat“ geleisteten Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischer Erkrankung – findet im Ort Hennstedt gelebte Anwendung. Dank der ländlichen Atmosphäre der Gemeinde, der kurzen Wege zu notwendiger Versorgung, der einladenden Vereinskultur und der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten bieten sich vielfältige Begegnungsmöglichkeiten zur Kontaktpflege und sozialen Integration der Bewohner und Betreuten des Hauses in die Gemeinde. Gemeindemitglieder und andere Interessierte sind jederzeit im „Alten Diakonat“ herzlich willkommen.
 

Das „Alte Diakonat“ auf einer Postkarte Anfang des 19. Jahrhunderts

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Specksteinarbeit

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