Die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde

Demografie

Bereits seit 10 Jahren beschäftigt sich der Kreis Dithmarschen mit dem Thema „demografischer Wandel“. Die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung wirkt sich bereits jetzt auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklungen in Dithmarschen aus.1
Bevölkerungsentwicklung in Hennstedt: die Einwohnerzahl in Hennstedt liegt bei rund 1960.
Der Anteil von Männern und Frauen ist etwa ausgeglichen. Die vergangenen drei Jahre zeigen noch den leichten Trend einer Zunahme der Bevölkerung, der allein durch Zuzug zu erklären ist und der sich in Kürze umkehren wird, da die Zahl der Geburten, wie überall, weit unterhalb der Sterbefälle liegt.
Der demografische Wandel ist auch hier eine Herausforderung an die Politik und die Gesellschaft. Selbstverständlich hat sich auch in Hennstedt die Altersstruktur, wie im gesamten Land SchleswigHolstein, verändert. Dies wird dazu führen, dass bis 2025 ein Bevölkerungsverlust von ca. 7,2 % im Kreis Dithmarschen zu verzeichnen ist. Auch die Altersstruktur wird sich verändern.2
Eine Studie des Kreises hat ergeben, dass klar definierte Handlungsfelder regional bearbeitet werden müssen. Dazu gab es im Jahr 2015 in den verschiedenen Amtsbereichen Regionalkonferenzen, die in die Thematik eingewiesen und klar dargestellt haben, dass die Herausforderungen der Veränderungen nur gemeinsam von der Politik, der Verwaltung und der Bürgerschaft bewältigt werden können.
Die Handlungsfelder betreffen viele Lebensbereiche. Von Kindergarten und Schule bis hin zu Arbeitsplatzangeboten, Mobilität, Weiterbildung, Wohnen, Nahversorgung sowie ärztliche und pflegerische Versorgung, wobei hier dem Ehrenamt einen hohen Stellenwert zugeschrieben wird.3
Die Gemeinden und Ämter sind aufgefordert, die zukünftige Daseinsversorgung an die neuen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Zukunft anzupassen.
Im ländlichen Raum wird es darauf ankommen, wie Aufgaben der Daseinsvorsorge über die Grenzen von Gemeinden und Ämtern hinweg angegangen und realisiert werden. Dabei wird Mobilität eine Kernaufgabe sein.4
Die verschiedenen Akteure müssen zusammenarbeitenund kommunale Kooperationen müssen geschlossen werden, um die infrastrukturelle Mindestversorgung, beispielsweiseder Breitbandversorgung sicherzustellen.5
Das vom Kreis entwickelte Handlungskonzept aufgrund des demografischen Wandels, fordert die Kreisverwaltung, die Ämter, Städte und Gemeinden zum unmittelbaren Handeln auf.
Die veränderten Anforderungen der Daseinsvorsorge erfordern eine vorausschauende Anpassung der vorhandenen Strukturen und Prozesse. Insbesondere von Bedeutung ist das Handlungsfeld Bildung. Hier werden die Weichen für die nächsten Generationen gestellt. Auch die gesundheitliche Versorgung hat einen hohen Stellenwert. Und nicht minder ist die wirtschaftliche Entwicklung mit der Sicherung der Fachkräfte  für die Region von Bedeutung.
Alle Akteure müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und die eingetretenen Veränderungen positiv gestalten, koordinieren und aktiv steuern.