Verträge 1614-1615 Seite 301-350

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Datum der Urkunde: 27.05.1614
Datum der Übersetzung: März 2018
Übersetzer/in: Hans-Karl Wrede, Heinke Arnold

(Z) Jarrenn Clauß tho Bergewurden[1] ist schuldigh, Evert Simenßen
in der Schligten[2], 30 M, desulvigen up Gallendagh[3] erstkumstigh
mit eineß halven Jareß Rente tho bethalen, By Vorpandinge
siner gesampten Gudere, Ock Vorplichtinge eineß Inlagerß.
Urkundligh under siner eigenen undergeschrevenen Hant,
datert den 27 May Ao 614.

(Z) Johann Reimerß tho Henstede heft Vann dem H. Lantschriver
Casparo Rümhert tho Lunden entfangen, 120 M lübsch, desülvigen
Vann dato an aver 3 Monat mit geborlichem Maentgelde tho be=
thalen.    By Vorplichtinge  eines erlichen gewanlichen Inla=
gerß, fermer by Vorpandinge siner gesampten Güdere,
Urkuntlich under siner upgedrückeden Pitzere und underge=
schrevenen Hant,   Datert denn 36 May Anno 614.

(ZZ) Hannß Wiberß thor Horst, hefft Vann dem H. Lantschri=
ver tho Lunden Casparo Rümhert entfangen 200 M lübsch,
desülvigen Up Michaelis erstkümstigh mit geborlichem Mahnt=
gelde wedderümme tho bethalen, by Vorplichtinge eines erlichen
Inlagerß, Ferner by vorpandinge siner gesampten Güdere,
Börge Johann Reimerß tho Henstede, Lavet by Vorpandinge
siner gesampten Güdere, Ock Vorplichtinge eines Inlagers
Urkuntlich Under erer beider UndergeschrevenenHantt, datert
                                                                     den 9 Juny Ao 614.

(Z) Hannß Boye Und Hannß Timmenß tho Henstede, sint
schuldig Hannß Hannß tho Bergewurden 160 M, Darum  
Hannß Timmenß 100 M Unnd Hanß Boye 60 M . entfangen,
Up Gallendach erstkümstig mit geborlicher Renthe und ba=
rem gelde tho bethalen, By Vorplichtinge eineß Inlagerß,
Ock Vorpandinge erer gesampten Gudere, eine vor alle,
Urkuntlich under eren undergeschrevenen handen, datert
denn 15 Juny Anno 614

 



[1] 25779 Bergewöhrden, Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider, Kreis: Dithmarschen.

[2] 25779 Schlichting,  Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider, Kreis: Dithmarschen.

[3] Galltag, Gallendach, Gallustag ist der 16. Oktober. Wikipedia


Frederich Broderßen fruwe Grethe tho Henstede bekennet
dat ere Mann Frederich tho ehr ingebracht, 50 M in gelde, und
ein Upgemaket Bedde, Unnd Vorplichtet „se“ sick darby, woferne
Se vor ehme mit dem dode afginge, dat alßdenne gedachter ere Man
Solliche 50 M  sampt dem bedde, uht denn Güderen wedderümme
tho forderen schall bemechtiget synn, Sekere Gethügen
Hannß Karstennß Unde Dyrck Schomakerß Johan beide tho Hen=
stede, Datert denn 15 Juny Anno 614

(Z) Clauß Woelt tho Henstede hefft Van  dem H. Lantschriver
Casparo Rümhert tho Lunden entfangen – 500 M bahrgelt,
van Dato angande aver dre Monaten mit beborlichem Mant=
gelde wedderümme tho bethalen, Borge M. Johannes Coronaeus
pastor tho Henstede, lavet by Vorpandinge siner gesampten Güdere,
benevenst eines Inlagers Vorplichtinge, Der principal settet
wedderümme thom schadelosen Underpande, sine gesampten Güdere,
gelickesfalleß bi eines Inlagerß Vorplichtinge, Urkuntlich
Unnder eren Undergeschrevenen handen, Dat. den 17 Juny Ao 614

dd: 2 ß der Koper
(Z) Dilffeß Clauß tho Vedderinge, hefft Holckenß Hanß Clauß tho
Stelle, erflich vorkoft unnd upgedragen, ein Stücke wischlant
vann 4 Rode breett in Steller wische belegen, strecket van
der Steller Mhorkroch[1] an beth in de Reetwische, de Nabere
Vitß Carsten tho Veddering besüden, und Tgitten Clauß Erven
benorden, Inn der Summa vor 23 M lübsch, wellich Gelt
der Vorkoper tho voller genöge entfangen, alß dat he den
Koper vor alle „wider“ namaninge quiteret , stellet ock darup tho einen
fryeborgen den Ersamen Jeben Widderich tho Vedderinge, lavet
vor sick unnd sine Erven bi vorpandinge siner gesampten Güdere,
Sodane Vorkofteß Wischlant dem Koperen vor alle an und upsprake
frye tho leveren,    Der Vorkoper will deßfalleß sinen friebor=
genn wedderumme schadeloß holden, by Vorpandinge siner gesamp=
ten Güdere, Sekere Gethügen Tgitten Marx tho Henstede,
Und Thede Carstenß Vann Glüsinge, Datert den 21 Juny Ao Frederich Broderßen fruwe Grethe tho Henstede bekennet
dat ere Mann Frederich tho ehr ingebracht, 50 M in gelde, und
ein Upgemaket Bedde, Unnd Vorplichtet „se“ sick darby, woferne
Se vor ehme mit dem dode afginge, dat alßdenne gedachter ere Man
Solliche 50 M  sampt dem bedde, uht denn Güderen wedderümme
tho forderen schall bemechtiget synn, Sekere Gethügen
Hannß Karstennß Unde Dyrck Schomakerß Johan beide tho Hen=
stede, Datert denn 15 Juny Anno 614

 



[1] Mohrkrüge Flurname in Stelle-Wittenwurth. Erdbuch 1772. Wegemann 126.


(Z)  Clauß Fehringh[1] tho Henstede hefft Van dem H. Lantschriver
Casparo Rümhert[2] tho Lunden entangen 150 M lübsch, welckere
wegen der Hensteder Veltmarcket nützen Und besten angewendet,
Söllicheß 3 weken na erstkümstigen Michaeliß mit eines halven
Jares gebörender Rente wedderümme tho bethalen, Sintemmahl
Sodane gelt vor diesem ein tidtlanck thovorne bespraken und up                         
diße bestellung gelegen,     Borge Jacob Karstenß tho Vedde=
ring, lavet bi Vorpandinge siner gesampten Güdere, Ock  
bi Vorplichting eines Inlagerß, Urkuntlich under eren Underge=
schrevenen handen, Datert den 27 Juny Ao 614

(Z)  Johann Eggerß thom Kleve bekennet, dat he Vann Reimerß
Detterß Erven, wegen deß Stucke landeß So Se mit Junge
Hannß im Osterfelde Vor dießem Vorweßelt[3]  #und der
 Johann Eggerß wedder gekoft#,                     Wat de Aver
mate[4] Und  Renthe „nevenst aller Unkostung“  belanget hebbe thor genöge entfangen
10 M 8 ß. quiteret derowegen de gedachten Erven, vor
alle widere Namaninge[5], by Vorpandinges siner gesampten
Güdere, Urkuntlich under siner eigenen Undergeschruvenen
Hant, datert den 2 July Ao 614.

(Z)  Haringk Russe tho Henstede, ist schüldigh Hanß Michelßen
tho Tonningk 20 M, desülvigen van Dato an aver 6 weken
thobethalen, Borge de H. Pastor  M. Johannes Coronaeus,
lavet by vorplichtinge eines Inlagerß, Ock bi Vorpandinge
siner gesampten Güdere, der debitor settet sinen börgen
wedderümme tho Pande, sine gesampten Güdere, Gelickes=
falles bi eines Inlagerß Vorplichntinge, Urkuntlich under
eren eigenen Undergeschruvenen handen, datert den 29 Juny
                                                                               Ao 614

(Z)  Nademe Peter Peterß to Henstede, mit siner fruwen Vader=
broder Peter Sirckeß van Drage und deßen Consorten, den 15 Novemb:
Ao 613. wegen deß Vadern Hanß Sirckeß Hueß und Hoffstede nevenst
einem darbi liggenden stücke Landeß, einem bestendigen Koep geschlaten,
Also dat de gedachten Peter Peterß dat Halve Hueß Und Hoffstede
nevenst dem halven stucke Ackerß Vor 150 angenamen, wor i?en  he deß
Vorstorven Hanß Sierckeß schülde schall afholden Un

 



[1] Claus Fehring d. Ä. war in Hennstedt Kirchspielvogt 1614-1650 gefolgt in diesem Amt von seinem Sohn Claus Fehring der Jüngere (1550-1677).
Ein weiterer Sohn Johann Fehring war Kirchspielvogt in Wesselburen, der vor dem Kayserl. Kriege mit Handelungen fast alle seine Güter durchgebracht. Mit listigen Practiquen blieb er im Amt und hatte etliche 1000 Rthl. unterschlagen. Johann zog nach Bremen wo er auch starb.
[2]  Caspar Rumhert war 1604-1621 Landschreiber in Lunden, wo er mit 45 Jahren am 22.April 1621 verstarb. Vorher war er als Kanzleischreiber auf Gottorf tätig. Klüver 81. Kinder 50
[3] vorweslen, -wesselen = verwechseln, austauschen. Lübben 535.[4]
over-mate = Übermaß, Zugabe. Lübben 263.
[5] na-maninge = Nachforderung, spätere Klage. Lübben 241.


iegen deß Hanß Sirkeß nagelatene wedewe „Grethe“ alße Peter Peterßen
fruwen Moder, de andernhelfte sollicheß Huseß Unde Hoffteß nevenst
dem Halven Stücke Ackerß gelickesfalleß vor 150 M angenamen,
Worvan erem Söne Syrck de 50 „M“ Und de 100 M ehr gehören
schölden, # wo sollicheß alleß de Upgerichteden und uhteinander
 geschnedenen Koep Zerten klarlich uhtwisen,#  
                 Unnd dan Averst de gerörthe[1] Wedewe Grethe den
bedröveden[2] thostant ereß Unwisen Und blinden Shönß Sürck betrachtet,
So heft se tho der behoeff[3] ere Hundert Marck dem bracksamigen[4]
gemelten  Syrck, frywillig gegeven Und vorehret, Also dat he na
erem doetlichen afgange desülvigen „ so woll alße de vorgeroeten[5] 50 M „
                                                           thogeneten Und sine Underholdinge
davan schöle hebben, gifft ehme dar benevenst[6] ock alle ere wiffliche
ware und weß se sünsten van Ingude[7] mehr hefft, wellicheß
felichte wenich ist,   Watt nun erem anderen Geestlande
so in gemelter Koep Zarten[8] nicht specificeret, anlanget, ist hir buten
beschlaten, derowegen werden sick „de“ samptlichen Erven darümme Vor=
einigen na der Moder doetlichen affall,  
Watt nun angeit, Dat gemelter Syrck „de tit sineß levendeß“
                                                            sinen upentholt, hege unde
plege bi dem bavengerörten Peter Peterß im Huse hebben schall,
Wi denne ock der Peter Peterß sick vorplichtet, ehnen Vortho=
stahn Unnd darbi tho handelen, alße he Vor Gott und Menniglich tho=
vorantworten gedencket, So Vorplichtet sick de mergemelte
Wedewe Grethe, „dat“ Dit Vorgedachte alleß weß dem Sirck hirinne
Vormaket unde thogeschreven, erem Dochtermanne Peter Peterß
unnnd sinen Kinderen, wegen der upsicht und moye so an de  bracksa=
migen Syrck will gewendet werden, na deß Syrckß
affganck [--] scholen Erff Und eigendomlich hebben Unde beholden,
gifft unnd Averleth ehnen ock darbenevenst, den fryedhom[9] welckeren
se up deß Vorstorvenen Hanß Syrckeß alße ereß Manneß behüsinge
heft,   Inmaten denne Sodane Hueß Unnd Hoffstede der
mergemelter Vorstorvener Hanß Syrck gekofft Unde gebuwet,
Unnd nicht er voriger Man.  Sollicheß alleß wo hirbevhor erweh=
net, gelavet de offtgemelte wedewe Hanß Syrckeß Grethe, bi
Ehren Truwen Und gudem Geloven ahne gefehrde unvorbraken tho holden,
wie denne ock, dat Se mit erem bistande vor Apenem Gerichte



[1] ge-rôr = (Gerührte), Lärm, Bewegung. Lübben 118.
[2] bedroven = betrüben. Lübben 30.
[3] be-hôf = Bedürfnis. Lübben 34.
[4] brôksam = 1. gebrechlich. Lübben 67.
[5] vor-gerôrte = vorher genannt, oben erwähnt. Lübben 500.
[6] be-neven = neben. Lübben 39.
[7] Ingut = Hausrat, Mobilien. Mensing II, 1001 und Sierk Chron. 150.
[8] serter, certer, tzerter = Vertragsurkunde. Lübben 34
    Zerte = carta partita = ( Chirograph ) seit dem 10. Jahrh. in Deutschland bei privaten Vertragsabschlüssen im Gebrauch.   Grimm XXXI, 787ff. Auf ein Pergamentblatt wurden zwei identische Fassungen des Vertrages geschrieben und diese mit einem Wort oder einer Buchstabenfolge voneinander getrennt. Dann wurde das Blatt mitten durch die trennende Buchstabenzeile, in diesem Falle Warheit, in gerader, Zickzack- oder Wellenlinie zerschnitten. Jede Partei erhielt ein Exemplar der Urkunde. Die Echtheit der Urkunde konnte im Nachhinein dadurch bewiesen werden, dass bei Aneinanderfügen der beiden Teile die durchschnittenen Buchstaben und die Trennlinie passten.(s. Peter Koblang: Vertrag von Seligenstadt 1188.)

[9] vridôm = Freiheit, Stand des freien Mannes. Lübben 541.


Datsülvige will bestedigen, Sekere Gethügen Clauß Vering tho
Henstede  Und Peter Moller Van der Heide, Datert denn 12 July
                                                                                    Anno 614.

dd 2 ß.
(Z) Hanß Nickelß im Nienfelde  , ist dem H. Pastoren tho Henstede M.
Johanni Coronaeo vor twe afgeköffte Valen, *de he Vorgangenen
VorJar entfang.*                                           schuldigh, 60 M lübsch. Desülvi=
gen up Meydach Anno 616 thobethalen, Jodoch underdeß de Jarliche
Renthe Darvhor tho erleggen,   By Vorpandinge siner gesampten Güdere
Ock by vorplichtinge eineß Inlagerß, Urkuntlich under sinem Under=
geschrevenen Marcke, datert den 13 July Anno 614.
                                                                

debitor dd 2 ß.
(Z) Kleine Peterß Reimerß Grethe tho SüderHeistede, heft Vorgan=
genen Paschen Vann Leneke Schomakerß tho Hensted entfangen
20 M. in redem gelde, desülvigen up erstkümstigen Paschen alße
Anno 615 mit eines Jareß Renthe thobethalen, by Vorpandinge  
erer gesampten Güdere, Sekere Gethügen Hanß Karstenß
tho Henstede, Unnd Peter Möller thor Heide, Datert denn 15
                                                                        July Anno 614.

(Z) Hannß Clauß Hanß tho Sethe[1] im Stapelholme wanaftigh,
hefft ungefehr up Martini negest afgelopen, Vann Jeben Widde=
rick tho Vedderinge entfangen, 50 Rickeß Dalere in Specie[2],
Desülvigen up erstkümstigen Michaeliß mit eines Jares gebör=
licher Renthe thobethalende, by Vorplichtinge eineß Inlagerß im
Lantkroge tho Süderstapel, Ock bi vorpandinge siner gesampten  
Gudere,      Börgenn Peter Volckeffs, Unnd Junge Peterß
Deetleff beide tho Sethe im Stapelholm wanafftig, laven
Vor sick und ere Erven, by Vorpandinge erer gesampten Güdere
ock eine vor alle, Gelickesfalleß bi eineß Inlagerß vor
plichtinge im Lanthkroge tho Süderstapel tho holden,  
Urkundtlich Under eren upgedrückeden Pitzeren, datert den
26 July Ao 614.,      Unnd wilen de borgen bi dem Principa=  
li ere Segele heraver geschicket und sülven nicht Jegenwerdigh
gewesen, ist doch der Creditor mit thor stede gewesen, Und
sinen Consenß gegeven, de hantschrnift thovorferdigen, de
he thor genöge wollen annehmen,

 



[1] 25878 Seeth, Amt: Nordsee-Treene, Kreis: Nordfriesland.

[2] 9 Species Thaler waren eine Cölnische Mark (233,85g) mit einem Feingewicht von á 25,98g Silber.


(Z) Johanniß Offenn Söhne Clauß tho Henstede ist schüldigh Johan
Thileman darsülvest, 40 M lubsch vor ein afgekofteß Klein ?
welliches he tho voller genöge angenamen, solliches in twe
gelickmetige Termine thobethalenn, alße up Michaeliß Ao
1615. 20 M mit 40 ß. Renthe, Unnde deletsten 20 M mit
20 ß. Rente up Michaeliß Anno 1616.  Unnd söllicheß by
Vorpandinge aller siner Güdere welckere ehme Vann siner
Moder wegen kamen können,  Gelickeßfalles by eines Er=
lichenn Inlagerß Vorplichtinge,  Sekere Gethügen Jochimß 
Hannß, Junge Hanß Offe, unnd Johann Meye alle tho Hen=
stede wanafftigh. Actum denn   3 Augusti Anno 1614.

(ZZ) Jebe Harderß tho Schwinhusen, ist schüldigh Jarren Clauß
Deetleffen thor Schlichten, 20 M lübsch wegen Anderthalf
schepelßaet afgekoft Geestlant sampt der fruchte # Darvan
up Michaeliß erstkümstig 10 M ahn renthe, und up Micha=
eliß Ao  615 De „sülvigen“ 20 M sampt eineß Jareß
rente tho bethalen,   Bi Vorpandinge deßsulven Landeß alße
ein Unvorlaten Guet Und ferner siner anderen gesamp=
ten Güdere,  Ock Vorplichtinge eineß Inlagerß,
Tügen Jochim Horst Vann Renßborch Und Peter Peterß
tho Henstede.  datert denn 7 Augusti Ao 614.
# bewesten dem Delver Grönen[1] wege up dem Nadder Esche[2]
belegenn, unnde dem Jarren Clauß Detleffen van Karsten Hollmeß 
Creditorenn thogelecht vor 30 M lubsch, wegen siner schulde dar=
mit he der Karsten Hollm dem Jarren Clauß Deetleffen Vorhaftet.

Hannß Wiberß thor Horst, ist schüldigh Michell Rüthern
upm Ostermhor 75 M, desülvigen van dato an aver eine
Mahnte[3] mit geborlichem Mantgelde, thobethalen,  By Vorplich=
tunge eines Inlagers,  ock vorpandung siner gesampten Have
Unde gudere, Urkuntlich under siner undergeschrevenen hant
datert denn 15 Augusti Anno 614.

(Z) Clauß Woelt tho Henstede heft van dem H. Lantschriver
Casparo Rümhert[4] entfangen, 100 Rikeß daler in Specie[5], van Dato
an aver 3 Mhanthe mit geborlichenn Mhantgelde wedderumme
tho bethalen,  Borge Hanß Tießen upm westermhor, lavet alße

 

 

 



[1] Grünwegs-Ko, Flurname in Delve. Katasterflurbuch 1872. Wegemann 77.
[2] Norder Esch = Flurname in Schwienhusen. Katasterflurbuch 1872. Wegemann 79.
[3] mânte = Monat. Lübben 219.
[4] Caspar Rumhert war 1604-1621 Landschreiber in Lunden, wo er mit 45 Jahren am 22.April 1621 verstarb. Vorher war er als Kanzleischreiber auf Gottorf tätig. Klüver 81. Kinder 50
[5] Ein Specietaler (deutscher Reichstaler oder dänische Rigsdaler) hatten einen Wert von 2 Mark lübsch, 4 Mark dänisch.  Am Ende der Infaltion (ca. 1610 – 1620) war ein Taler 3 Mark zu 16 Schilling = 48 Schilling lübsch wert. v. Schrötter 568.
Die Reichsmünzordnung des Heiligen Römischen Reiches von 1566 legte fest, dass 9 Reichstaler aus einer feinen Kölnischen Mark Silber (ca. 234 g) zu prägen seien. Der offizielle Reichstaler nach dem 9-Taler-Fuß hatte somit einen Gehalt an Feinsilber von rechnerisch 25,984 g. Wikipedia.


ein Sülffschüldener na allen Vorschreven puncten thobethalen,
by Vorplichtung eines Inlagerß, Ock vorpandinge siner ge=
sampten Gudere,  Der principal settet dem börgen wedderüm=
me tho pande alle sine itzigen und hernamalß erlangenden
Güdere, Gelickesfalleß by eineß Inlagerß Vorplichtung,
Urkuntlich under eren undergeschrevenen Handen, datert den
                                                            17 Augusti Anno 614.

(Z) Nachdeme Peterß Karsten Unnd deßenn Hußfruwe Kathrine
tho Linden wanaftigh, Etzliche Jahre her thosamende im fredelichen
Ehstande gelevet, Unnde dan desülvigen in werendem erem Ehestan=
de keine Erven miteinander gethüget,    Alß dregen Se de eine
dem Andern huden dato uht fryem willen Unde wolbedachtem
mode up, Alle de wolgewunnenen Gudere de se in erem Ehstan=
de erworven, Imgelicken de halven Erffgudere, De ander
helffte deß Erffgudeß averst, belaten se de eine dem Andern
Unnd solliches der Ehlichen leve[1] unde Truwe[2] halven, de einer
dem Andern bet anher bewiset,    Schall demmach diße gifft[3]
und averlatinge also geholden Unde gemeinet syn, dat welckere
Under dißenn beiden Ehluden am lengsten levet, schall alle de
wolgewunnen Item dat halve Erffguet, Erff Und eigen=
domligh quidt Unde alle frye geholden, besitten Unde gebruken,
Und darmit handeln siner besten gelegenheit nha, de andern
helffte averst deß Erffgudeß schall der letzlevende de tidt
sineß levendeß in besitte beholden, Unnd nach deßulvigen
afsterven, geervet sin dar it mit Rechte hen gehöret,
Imfalle averst der letzlevende na deß ersten afstervende sick
wedderumme worde befrien, So schall dat halve Erffguet wellichß
*hirinne nicht vorgeven, alsobalt henne ? arven darmit rechte
sollicheß hen gehörich*            It schall ock diße Vordrach
Gerichtlich werdenn bestediget,   Sekere Gethugen
Haringk Russe Unnde Hanß Karstenß tho Henstede,
Actum Henstede denn 4 Septemb: Ao 614.



[1] lêve = 2. Liebe. Lübben 204.

[2] truwe = 2. Treueversprechen, bes. Eheversprechen. Lübben 418.

[3] gifte = 1. Gabe, bes. Vermächtnis. Lübben 124.


*debit: dd 2 ß.*
(Z) Tyeß Karstens Tyeß fruwe Telße tho Vedderinge ist schuldig
Jebenn Widderich dorsulvest 10 M, desülvigen up Michaeliß
Anno  615  mit eines Jares Renthe thobethalen,  By Vor=
pandinge erer gesamptenn Güdere, Sekere Gethügen
Hannß Rode Upm Mhore, Und Hannß Dorne tho Henstede
Actum Hennstede denn  16 Septembris Anno 614.

*Vorkop: dd 2 ß.*
(Z) Grothe Karstenß wedewe Grethe tho Vedderinge, heft dem Johan
Roden darsülvest erff und eigendomligh vorkoft, eine Morgen
Geestlandt beosten Vedderinge belegen, de Nabere Hulcke Karstenß
Clauß benorden, unnde Reimer Bahr besüden tho, In der Sum=
ma vor 30 M lubsch Koepgeldes, welckeren Koeppenningk de
Vorköpersche thor genöge entfangen, also dat se den Koper qui=
teret und guder bethalinget dancket ,  will ehme ock dar=
sülvige vor alle an unde upsprake fry leveren, uht alle eren
redesten unde besten Güdere,   Sekere Gethügen Jacobg
Schüßeler Scholmeister tho Henstede, Und Hanß Karstens sar=
sülvest,   Datert den 7 Octobris Ao 614.

(Z) Clauß Mürman tho Vedderinge ist schüldigh dem H.
Pastoren tho Henstedt M. Johanni Coronaeo  50 M lübsch,
up Michaeliß Anno 1615 mit eines Jares ge=
borlicher Renthe thobethalen,   By Vorpandinge si=
ner gesampten Güdere „Ock bi eineß Inlagerß Vorplichtung“
eintidtlanck bi dem Johan Thileman in Kost gewesen ,
                                      Sekere Gethügen Hanß
Becker Unnd Johann Hennekenß beide tho Henstede,
Datert denn 19 Octobris  Anno 614.

(Z) Nachdeme Johann Thileman und Hannß Reimerß tho Hen=
stede, wegen einer Hantschrifft up 100 M ludende, welckere
der Johann Thileman dem Vorstorvenen Dyrck Reimerß vor
ein afgekoft Stücke Landeß den 11 Augusti Ao 611 schuldig
geworden, und averst der Hanß Thileman in Kost gewesen,
unnd ein ansenliches in de erregten  10 M vorteret, in Recht=
stridt geraden, Ock so woll im Aver Alß Under Gerichte     



daraver geurtheilet, So hebben demnach gemelte parte sick huet
dato deßwegen thom grunde vordragen, dergestalt dat der
Johann Thileman, na luet der dar aver upgerichteden siner
hebbenden Koepvorschrivinge, sodane gekoffte stücke landeß
erff und eigendomlich schall beholden, Und dariegen, bauen
dat vertekede  edder sünsten entfangenen Geldeß, dem
genanten Hanß Reimerß geven und entrichten  35 M lübsch.
Darvan up dißen itz anstanden Martini  10 M. Item up
Paschen erstkümstig  10 M. ahne renthe, Unnd dan up Mar=
tini Ao 615 De erster enden  15 M. mit eineß Jareß gebö=
render Renthe, scholen werden bethalet, Und solliches by
Vorpandinge deß debitoris gesampten bewech und unbewech=
lichen Güdere, gelickes falleß bi eineß erlichen Inlagerß
Vorplichtinge,  So schall „ock“ nichteß weiniger dat obgedachte
gekofte Stückelandeß, deß Hannß Reimerß unvorlatene
Güet sin Unde blivenn, bet der letste Heller[1] dißer oban=
gedüdeden[2] 35 M sampt renthe und schadengelde[3] so darup
fallen mochte, dorchuth[4] gegulden[5] Unde bethalet,  Ist dero=
wegen alle stridt und wedderwille[6],  So woll wegen Hövetgelde
Renthen und Theringe[7], alße allerhent deßfalleß herrörende Unkosten,
gentzlich upgehaven, alse dat keiner den Andern sodaner Sa=
ken halven, wen de mergerorten[8] 35 M bethalet, wider
hebbe tho bespreken,  desto merer bekreftigung und
steder rester[9] holdung, sint Vor Sekere Gethügen hintho sun=
derlich erfordert und gebeden, de Erwürdigen Erbaren wolge=
lerten M. Johanneß Coronaeuß, H. Nicolauß Bülkenniß[10],
Predigere tho Henstede Und Johann Reimerß darsülvest
wanafftich, Wie denne ock dat dißer schriffte twe,
eineß ludeß mit einer hant geschreven upge=
richtet, und Jederm dele eine thonhanden gestellet,
Actum Hennstede den 20 Octobris Anno 614.

[Es wurde hier auf ein Certen, charta partia oder Chirograph, verzichtet.]





[1] Redewendung aus der Luther-Bibel übernommen. Matthäus 5/26; Lukas 12/59.
Der Heller war eine Währung in Süddeutschland und in Schleswig-Holstein nicht gebräuchlich. Lexikon der Numismatik.
[2] an-düden = „amtlich berufen“, „ansagen“ Ndtm. Mensing I, 120.
[3] schaden = Geldstrafe auferlegen. Lübben 318.
[4] dor-ut = „daraus“. Mensing I, 776.
[5] ge-dulden = dulden, leiden; refl. sich gedulden. Lübben 112.
[6] wedder-wille = Ärger, Verdruss. Lübben 566.
[7] teringe = 1. Aufwand, Kosten. Lübben403.
  keringe = 1. Wiederkehr. Lübben 171.
[8] ge-rôr = Lärm, Bewegung. Lübben 118.
[9] reste = Rast, Ruhe. Lübben 299.
[10] Coronäus, Johann 1604-1641 Pastor. Er hat eine Abendmahlskanne 1634 gestiftet, die noch im Besitz der Kirche ist.
Bullichius (auch Bülke genannt), Nicolaus, 1604 – 1641 Diakon ab 1641 – 1657 Pastor. Er wurde 1574 im hiesigen Kirchspiel in  Kleve geboren.  Chronik Hennstedt 324.


(Z) Peter Peterß „unnd sine fruwe Harcke“
                           tho Henstede hebben vann Geell Rütherß deenst=
derne Anneken upm Ostermhor entfangen  20 M up
Michaeliß Ao  615 mit eineß Jareß renthe tho bethalen,
By Vorpandinge erer beidersits gesampten Güdere, ock vor=
plichtung eineß Inlagerß,  Sekere Gethügen Hanß
Nickelß Im Nienfelde unnd Pawell Schomaker tho
Henstede, datert denn 23 Octobris Ao 614.

(Z) Eliaß Eberhart tho Trya[1] heft Vann dem H. Pastoren
tho Henstede M. Johanne Cronaeo, entfangen 200 M
Jarlicheß up Michaeliß desülvigen mit geborlicher Renthe
tho Vorrenten, upsage ein Verendehl Jarß thovorne,
Pant alle sine itzgen Und hernamalß erlangenden bewech
unnd unbewechlichen Güdere, Und ferner twe Fürstliche 
Schrivende, eine up Deß debitoris und eine up „einer“ siner Kinder
ludende „ benebenst eineß Inlagerß Vorplichtung“
              Urkundtlich under sinem upgedrückeden Pitzere
und undergeschrevenen hantt. datert den 23 Octob:
                                                            Anno  614.

(Z) Jacob Andreaß im Carspel Koldenbüttel[2] heft van S. Deetleff
Roden Erven tho Henstete in redem Gelde entfangen  300 M.
lübsch, Jarlich up Martini mit gebörlicher Renthe tho vorrenten,
Upsage ein halff Jahr tho Vorne,  Börge M. Johannes Coronaeo,
Pastor tho Henstede, und deßen broder Petrus Coronaeo[3] Kappellan
tho Koldenbüttel, laven eine Vor alle, bi vorpandinge erer bei=
dersitß gesampten Gudere, Ock vorplichtung eines Inlagerß
Obgedachter Debitor settet den Erven so woll alße den borgen
wedderümme tho pande Ein Anderthalff Saet und Vehr Dematt[4]
Landeß So he vann Stenke Hardingß im Carspel Coldenbüttel
gekofft und „ock“ dit gelt darup bethalet, Ock den darup ludenden
Koepbreeff bi Deetleff Roden Erven deßfalles in Sekere
gewarsam averantwordet, Und settet ferner alle sine andern
bewech unnd unbewechlichen Gudere tho pande,  Urkunt=
lich under principal und Börgen undergeschrevenen handen
und upgedrückeden pitzeren, Actum den 28 Octobe: Ao 614.



[1] 24896 Treia, Amt: Arensharde, Kreis: Schleswig – Flensburg.

[2] 25840 Koldenbüttel, Amt: Nordsee – Treene, Kreis: Nordfriesland.

[3] Peter Crone (Coronaeus) war Diakon (1610-1622) und Pastor (1623-1639) in Koldenbüttel. Pastoren in S-H.

[4] 1 Demat waren in Eiderstedt 216 Quadrarruten(= 234,4 Hamb. Quadratruten). Waschinski/Böttger 11f.


(Z) Jeronimuß Peterß Harcke Unde ereß Shonß fruwe Thelße tho
Henstede, hebbbenn eine Vor alle van Jeronimuß Exen darsülvest,
entfangen, 30 M lübsch, desülvigen up Michaeliß Ao  615, eine
vor alle mit eineß Jareß Renthe thobethalen, Setten darvhor thom Under=
pande erern Kroch wischelant benedden Umme de Nabere Johan=
neß Offe besüden unde Eggert Rode benorden tho, Dergestalt,
Soferne diße gedachten 30 M alßdenne nicht wedder bethalet
werden, so schall der Creditor Sodanen   Kroch Wischelant van Jaren
tho Jarenn[1] thor  Anweddinge beholden Und gebruken, bet he sine
30 M gentzlich ahne allen Vorwor wedderumme bethalet  gekregen,
Sekere Gethügen Hanß Karstenß Unde Peter Peterß beide
tho Henstede,   datert denn 31 Octobris Anno 614.                                        

(Z)  Anno 614 dißenn negest afgelopenenen Sommer heft
Clauß Vering vann Clauß Roden thom Rickelßhave[2], Peterß
Jürgen, thor Lydt[3], Junge Hannß Kempen, tho Högen Wur=
den[4], Detleff Heltt, tho Meldorpe[5], bestendigeß Kopeß
gekofft, einen Krochlandeß Inn Schlichtlunde Veltmercke,
Darvan der Koper ist schuldig gebleven, 582 M 4 ß.
welckere vann erstkamenden Martini  an scholen in
twe Jarlanck mit geborlicher Renthe bethalet werden,
edder ock dat de Vorkopere up gemelten Martini scholden
de Averwisinge solliches gedachten Koepschulde annehmen,
als erstlich bi Johann „Groten“ tho Süderheistede 200
marck lubsch mit in specie rickeß Dalern thobe=
thalen, denn daler tho 33 ß. Alße he „der Koper“ uhtgedahn,
Noch 13  ½ marck renthe up datsülvige vorge=
namede gelt, Item be Carsten Lübbekenß thom
Dellve anthonehmende, 300 M mit 2 Jar renthe
welckere up Gallendach in negestvorschenen ist
bedaget gewesen, ist in Summa Sollicher vorbeno=
meden Schult van beiden bewisen, 582 M 4 ß.
Vann wellichem Summen Geldeß der Clauß Vering
den Vorkoperen, Vollen kamene macht und gewalt an
sine stede van stünden an tho manende
gifft, Woferne averst der Vorkopere de erwenten

 



[1] jâr ; tom jare = jährlich. Lübben 163.

[2] Heute 25746 Lohe-Rickelshof, Amt Kirchspielslandgemeinde Heide Umland, Kreis Dithm. Vergl. auch Laur 543.

[3] Heute 25770 Lieth, Amt Kirchspielslandgemeinde Heide Umland, Kreis Dithm. Laur 430.

[4] Hochwöhrden heute Ortsteil von 25797  Wöhrden, Amt Kirchspielslandgemeinde Heide Umland, Kreis Dithm. Laur 332.

[5] 25697 Meldorf, Dithmarschen.


582 M na luet den averleverden[1] bewisen nicht konden
mechtich werden, up ere erforderent, Alß Vorplichtet sick
Clauß Veringk up Martini Ao 615 Denn ersten Ter=
min, Unnd up Martini Ao 616 denn letsten Termin,
Ider Termin mit aller bedageden Renthe thobethalen,
Jodoch, dat de Vorkopere, De Vorgenanten bewise thor
tidt deß Debitores bethalinge, ehme dem Clauß Vering
wedderümme scholen Und willen averleveren,
Sollicheß alleß bi deß Clauß Veringeß ehren, Truwen
unnd guden geloven, Ock bi Vorpandinge siner gesampten
Güdere woll thoholden, Urkuntlich under Clauß
Veringß eigenen Hant und Upgedrückeden pitzere
Actum denn 2 Novemb: Ao 614

 dd[2] erunt 4 ß
Anno 614 denn 2 Novembris heft Reimerß Johan
thor Schlichten Erf und eigendomlich averlaten und vorkoft,
dem Ersamen Clauß Peters thom Kleve, Söß Schepel=
ßaet Lant, beosten der Ouwe[3] In Tgitten Clauß Jarren
Kroge[4] belegen, de Nabere Clauß Veringk beosten, und Tgitten
Clauß Jarren Erven bewesten tho in demsülvigen Kroge,
Ider schepelßaet umme 40 M lübsch bedinget Koepgelt,
Noch 4 M wynkoep[5] so aver demsülvigen Kope vortheret[6],
Vann sollichem gedachten Koeppennige schall und will
d. Koper huet dato mit barem gelde bethalen 80 M lubsch,
De anderen 160 M averst schölen in twe gelickmetige
Termine, alße erstlich up Allerhilligen[7] Ao. 615 80 M
mit aller bedageden gesampten Renthe, Und den up Al=
lerhilligen Ao. 616 de letsten 80 M gelickesfalleß
mit der gebörlichen Renthe, erlecht unde bethalet wer=
den, Und solliches bi Vorpandinge dießeß gekoften Lan=
deß, alße deß Vorkoperß Unvorlateneß Guet, bet
Dat gantze Koepgelt bethalet, Und ferner deß Koperß
andern gesampten bewech Und Unbewehglichen Güdere
Dütsülvige Lant frye tho leveren, settet der Vorköper

 

 



[1] over-leveren = überliefern. Lübben 263.

[2] dd = vom Tag der Ausstellung an; erunt = wird. Am Tage der Ausstellung werden 4 Schilling „bezahlt“.

[3] Die Broklandsau ist in Norderdithmarschen, ein linker Nebenfluss der Eider.

[4] Jarrenkamp ist ein Flurname in Wiemerstedt. Erdbuch von 1775. Wegemann 96.

[5] winkôp = der Wein (das Bier), mit dessen Trunk man einen Vertrag, ein Kaufgeschäft bekräftigt; später durch Geld ersetzt, Handgeld. winkop lude = Zeugen beim Weinverkauf, mit dessen Trunk man einen Vertrag, ein Kaufgeschäft bezahlte, Lübben 585.

[6] vorteren = verzehren, verbrauchen. Lübben 528.

[7] Allerheiligen ist der 1. November.


Winkop

Stichwörter:

Winkop


thom Underpande sine gesampten bewech Und unbewechlichen
Güdere, It is averst vorafredet, dat der Jennige so dißen
Handell nicht holden wolde, Viff Daler in specie  tho ruwel
Kope schall und will geven,  Sekere Gethügen Detleff
Hennekenß, Junge Hanß, Karsten Reimerß Und Hanß
Tyeßen alle opm Westermhor, Actum et die ut supra.

(Z)  Tgidtenn Marenß der older tho Henstede, ist schüldigh Johanni
Nannen tho Lunden 5 Rickeß Daler im specie, welckere he vor
Dißem in guder Rickeß Münthe entfangen, Up Michaelis Ao
615 mit eines Jareß Renthe tho bethalen, edder in wellichem
Jahre hernacher it up Michaeliß mochte gefordert werden,
allewege alßdenne mit aller bedageder renthe tho erleggen,
Pant deß Debitores bewech und unbewechliche sampten
Güdere, Benevenst eines Inlgaerß Vorplichtinge,
urkuntlich under siner eigenen undergeschrevenen Handt,
Datert denn 3 Novembris Anno 614.

(Z)  Hannß Nickelß Im Nienfelde[1], ist schüldig Herrn
Laurentio Luden[2] Pastoren tho Hemme 500 M. desülvigen
up Martini 615. Edder in wellichem künfftigen
Jare hernacher it mochte gefördert werden, allewege mit
der gebörliche Renthe tho bethalen,  Borge M. Johannes
Coronaeus, Lavet alß ein Sülffschüldener By Vorpan=
dinge siner gesampten Güdere, Ock by Vorplichtung
eines Inlagerß, Der principal  settet wedderümme thom
gewißenn Underpande, sine gesampten bewech und Unbe=
wechlichen Güdere, Gelickeßfalles bi eines Inlagerß
vorplichtinge, Sekere Mennner Jakobuß Schüßeler Scho=
lemeister tho Henstede, Unnd Haringk Russe darsülvest,
Ock darbenevenst mit deß Borgen Pitzere Vorsegelt Und eige=
ner Hant Undergeschreven, Datert denn 5 Novemb: Ao 614.  

*Nachdem H. Petruß Coronaeus[3] diße 500 M entfangen,
alße heft he an Hanß Nickelß und sinen börgen deßfalles eine
besunderige schadelose Vorschrivinge uhtgegeven, se uht
schaden wedder tho entfrien, welliche schrift datert den
4. Novemb: Ao 615

(Z) Junge Peter Matthießen, Unnd deßenn broder Clauß Meste=
maker, tho Tonning bordigh, avergeve bestendigeß gemöteß dem  
Frederch Broderßen tho Henstede, wollen kamener macht und  
gewalt, de Sake Jegen Johann Vischern tho Vedderinge

 



[1] Neufeld ist heute ein Ortsteil von 25776 St. Annen, Amt Kirchspielslandgemeinden Eider, Kreis Dithmarschen.

Auch im Atlas von Mejer-Danckwerth von 1652 verzeichenet und erwähnt. Danckwerth 300.

[2] Lauritz Lude  war 1611-1619 Pastor in 25774 Hemme, Amt Kirchspielslandgemeinden Eider, Kreis Dithmarschen.

[3] Peter Crone (Coronaeus) war 1623-1639 Pastor in Koldenbüttel, Eiderstedt, wie sein Vater Martin Coronaeus (1584-1613). Peter war der Bruder Johann Coronaeus der 1604 -1641 Pastor in Hennstedt war. Fehse 807.


Coronaeus

Stichwörter:

Coronaeus


Im Rechten „edder in der Gude“ uht tho Vören, wegen ere Moder Anneke Peterßen,
welckere van dem gemeltem Johan Vischern schole tho dode geschla“
gen synn up einer Hochtidt tho Wimerstede, *Und wat gedachter Volmechtiger  
tho Rechte oder in guetlicheit uhtrichten wert, dar mit willen
gemelter Clegere tofreden sin*                   Sekere Gethü=
gen Sivertß Johannß Karsten upm Westermhor, unnd
Hinrichß Johann tho Süderheistede, datert den 6 Novemb:
                                                                           Anno 614.

(Z) Boye Ketelß tho Henstede, heft Vann Jeronimuß Exen und        
Meweß Boyen tho Henstede entfangen, 50 M. welckere
ere Müntlinge schole gehören, Desülvigen up Paschen erst=
kamende mit eineß halven Jareß geborender Renthe, wedder=
ümb tho bethalen, By Vorpandinge siner gesampten Gude=
re, Ock vorplichtinge eineß Inlagerß, Urkuntlich
under deß debitoris undergeschrevenen hant, datert
                                                    denn 8 Novemb: Ao 614 

(Z) M. Johanneß Coronaeus Pastor tho Henstede, vorplichtet
sick , dat he tho folge einer Hantschrift welckere datert den
22 July Ao 606, unnd up 40 Daler und 20 ß renthe ludet,
den rest alß 43 M 12 ß, mit aller hinderstelligen unde beda=
geden Renthe vann dem gantzen Hövetsummen[1], nevenst
der darup gelopenen gestendigen Unkosten,  Tonnieß Go=
seln, tho Renßborch edder getruwem[2] breweß[3] hebben, up
Meidagh erstkümstich wegen Haringk Russen, mit
barem gelde will bethalen, Darup he dann tho sinen tru=
wen handen Und Sekere gewarsam an sick genamen,  de ob=
gedachte Hantschrifft, mit A. ein expenße[4] Zettel mit
B. Item 3 Stefinge[5] mit C.D. Unnd E. Notert[6]. Jodoch
Dat „sollicheß“ alleß in sinen fullen werden schal sin und bliven,
bet dat diße geforderte Schult thom grunde bethalet
ist,   Unnd sollicheß by Vorpandinge siner Erwur=
de gesampten Gudere, Ock Vorplichtinge eineß Inlagerß,
Urkuntlich under deß H. Pastoren Hant Und pitzere, datert
                                                         Denn 8 Novemb: Ao.
                                                                                      614.

(Z) Deetleff Pawelßen und sine fruwe Wobbeke, hebben Van
Jacob Karstenß tho Vedderinge in reetbarem gelde entfangen,
100 M. Darvan up Paschen erstkümstig 50 M.  Und

 



[1] hovet-stôl = Kapital. Lübben 152.

[2] ge-truwen = trauen, glauben. Lübben 121.

[3] brêf = alles geschriebene; Urkunde, Attest. Lübben 65.

[4] expensa = Aufwand, Ausgabe. Stowasser 193.

[5] stev(en)inge = Ladung vor Gericht, Citation. Lübben 379.

[6] ? not = 2. im rechtlichen Sinne – Strafe. Lübben 250.


Totschlag

Stichwörter:

Totschlag


Up Pingsten darup negestfolgendt de letsten 50 M. mit
guder ganckbarer münthe wedderumme tho bethalen. By
Vorplichtung eineß Erlichen gewanlichen Inlagerß. Ock bi
Vorpandung erer gesampten Güdere, Urkuntlich under
Deetleff Pawelßen undergetekeden Marcke, Datert denn
                   D (Hausmarke) Paw:          15 Novemb: Ao 614
                                     

(Z) Jarren Clauß tho Bergewürden heft Vann Clauß Dreweßen
tho Henstede entfangen 60 M. lübsch, de sülvigen up Mei=
dach erstkumstig mit eineß halven Jareß renthe thobethalen,
by Vorplichtinge eineß Inlagerß, Ock Vorpandinge siner
gesampten Güdere, Urkuntlich under siner eigenen Under=
geschrevenen handt, Datert den 16 Novemb: Ao 614

(Z) Hannß Tyeßen upm Westermhor, heft Van Clauß Henne=
kenß Wiben thom Kleve entfangen 150 M, desülvigen up
Martini 615 mit eineß Jareß Renthe tho bethalen,
Borge Hanß Bump thom Kleve, lavet bi Vorplichtinge eineß
Inlagerß, Ock bi Vorpandinge siner gesampten Gudere,
Der Principal settet sinem borgen wedderümme tho
Pande, sine gesampten Gudere, Gelickeßfalleß bi
eines Inlagerß Vorplichtinge, Urkuntlich Under
eren eigenen Undergeschrevenen handen, datert den 16
                                                       Novemb: Ao 614

Peter Wilmeß tho Mehl Tunderen[1] bekennet dat he 
Vann M. Johanne Coronaeo, Van Clauß Roden wegen Van
Levden[2],  heft entfangen, 66 M. Unde 25 ß baden=
lohn, wellich gelt der gedachte Clauß Rode an Baltha=
sar Alteneich tho Tundern schuldig, unnd Luder Ketelß
darvor Borge, Sekere Gethüge Clauß Bare tho
Henstede,   datert denn 19 Novemb: Ao 614.

(Z) Jebe Harderß tho Schwinhusen, ist Schuldigh Mahß
Katrsten tho Veddering 18 M, wegen 4 tonne roggen herrörende,
up Jacobi erstkümstigh mit redem gelde thobethalen,
Borg. Peter Lübbekenß Clauß und Junge Deetleff Lübbekenß
beide tho Schwinhusen, laven bi Vorpandinge erer Gudere



[1] Meeltunder (westlich von Tondern) auf Karte XI im Danckwerth-Atlas verzeichnet. Vermutlich heute
Mögeltondern. [In der Nähe wurde das Goldene Horn gefunden. Wikipedia]

[2] lêve = Freude, Gunst. Lübben 204.


Ock eine Vor alle, benevenst eines Inlagerß Vor=
plichtinge, Der Principall settet sinenn borgen
wedderümme thom Underpande, sine gesampten Gu=
dere, Gelickesfalleß bi eines Inlagerß Vorplichtung,
Urkuntlich under eren eigenen Undergeschrevenen han=
den, Wilen averst Junge Deetleff Lübbekenß nicht
sülven Jegenwerdig gewesen, so ist dennoch der Peter
Lübbekenß Clauß darmit fredtlich[1], und sick
Vorredet, dat he der Deetleff Lübbekenß in siner Je=
genwart, de Vorschrivinge schole underschriven
datert denn 24 Novemb: Ao 614

(Z) Hannß Wiberß thor Horst is schüldich Peter Rodenn
tho Lunden, 300 M lubsch, Up Martini Ao 615 mit
eineß Jareß renthe thobethalen, Börg M. Johannes Coro=
naeus pastor tho Henstede, lavet bi vorpandinge siner ge=
sampten Gudere, Ock Vorplichtinge eins Inlagerß,
der debitor settet in dero svigen[2] Vorschrivinge,
dem borgen wedderümme tho pande„sine gesampten Gudere“ wo solliches uthwiset,
Gelickesfalles bi eineß Inlagerß Vorplichtung,
Urkuntlich under erern eigenen Undergeschrevenen handen und Pitze=
ren Vorsegelt, Actum den 27 Novemb: Ao 614

debitor dd 2 ß
(Z) Clauß Hinrichß upm Westermhor, heft Van Hanß Jur=
genß tho Henstede entfangen 10 M, retbar geld, up
Paschen erstkümstig mit eineß hallven Jareß renthe tho=
bethalen, By Vorplichtinge eineß Inlagerß, Ock Vor=
pandinge siner gesampten Gudere, Sekere Gethugen
Hanß Wiberß thor Horst Unnd Hanß Voß thom Kleve,
datert den 2 Decemb: Ao 614

(Z) Nachdeme Hanß Wiberß thor Horst, wegen Ha=
ring Russen Und deßen fruwen Annen, Van Peter
Roden tho Lunden 300 M up renthe genamen, wellicheß
in gedachter Ehelude ere  Nuten angewendet, unde
up Martini Ao 615 mit eineß Jahre´Renthe wedder=
ümme scholen bethalet werden, Alß Vorplichten
sick obgemelte Ehlude, dat se solliche 300 M lubsch

 



[1] vred(e)lik = zufrieden. Lübben 539.

[2] swigen = schweigen; verschweigen. Lübben 396.


in der Hure so ehnen alßdenne bedaget, sick willen
laten afkorten, Unnd dat sollicheß Van sollicher Hure  
schall bethalet werden, *Ahne allen deß Hanß Wiberß edder
M. Johannis Coronaei alße uth gestelleden borgen, Schadenn*,
                                           By Vorpandinge erer ge=
sampten Güdere, Urkuntlich under eren eigen Un=
dergeschrevenen handen, Datert den 2 Decemb: Ao 614

Henningk Klaußen tho Nortstapell[1], bekenner dat de
Achte marck „8 ß“ welckerer Hanß Dorne tho Henstede ehme schul=
dich tho folge einer darup ludenden Hantschrift  tho foller
genöge entfangen Unde bethalet gekregen, quiteret derowege=
gen ehnen  Und sine erven, Vor alle widere namaninge
sollicheß geldeß, Vorplichtet sich ock darbi, dat de Hant=
schrift welckere he nicht mit sick gebracht und up sodane
gelt ludet, hirmit thom genude gecaßeret Unde
gedodet syn schöle, Und dat he solliche hantschrift dem  
gemelten Hanß Dorne erster gelegenheit wil thom
handen stellen, Sekere gethüge Clauß Wibenß upm
Westermhor, Datert den 7 Decemb: Ao 614.

(Z) Anno 614 den 19 Decemb: hebben Hanß Clauß
Clauß tho Henstede einß, Und deßen Süstersohn Hanß
Reimerß darsülvest, wegen deßen dat der Hanß Reimerß
Umme siner Sehligen Moder Gudere, den gedachten sinen
Ohm Und deßen broder Hanß, thobesprekende heft, eineß
Vor alle sick mit einander fruntlich Und thom grunde
Vordragen, Imgelicken weß sunsten mergemelter
Hanß Reimerß Jegen gedachten sinen Ohm alles
hebben mochte, Dergestalt, dat der erwenter Hanß
Clauß Clauß Vor sine persone dem errechten Hanß Rei=
merßen sinem süster söhne, wegenalle eren stridigen  
Sacken schall und will geven, 50 M lübsch, welckere up
Michaelis Anno 615 ahne renthe scholen bethalet wer=
den, Imfalle averst alßdenne solliche bethalinge nicht
erfolgede, So schall up Michaelis Ao 616 sollich tho gehan=
delt gelt mit eineß Jareß gebörlichen Renthe erlecht



[1] Heute Ortsteil der Gemeinde 25879 Stapel, Amt : Kropp-Stapelholm, Kreis: Schleswig-Flensburg.


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Quellen:

Chronik Hennstedt: "Unser Dorf Hennstedt". 2015.
Danckwerth, Caspar; Newe Landesbeschreibung, Husum 1652.
Fehse , Johann Heinrich; Versuch einer Nachricht von den evangelischlutherischen Predigern in dem Nordertheil Dithmarschens. Flensburg 1769.
Kinder, J. C. : Alte Ditmarscher Geschichten. Bilder aus der Lundener Chronik. Heide 1885.
Klüver, Wilhelm : Die Landschaft Norderfithmarschen unter den Gottorpern. (1581-!773). Schriften des Vereins für Dithmarscher Landeskunde Band XVIII des Jahrbuchs.
H. Fengler, G. Gierow. W. Unger : Lexikon der Numiamatik. VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1976. 2. Auflage 1977.
Laur, Wolfgang. Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. Karl Wachhotz Verlag Neumünster, 1992.
Lübben, August; Mittel-niederdeutsches Handwörterbuch. Nachdruck 1989 der Ausgabe Norden und Leipzig 1888.
Mensing , Otto; Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch, 5 Bände , Karl Wachholtz Verlag Neumünster 1927-1935.
Mensing, Otto; Die Bauerchronik des Hartich Sierk aus Wrohm 1615 - 1664.
Pastoren in S-H : zu finden im Internet
http://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-3652481
Waschinski, Emil; Währung, Preisentwicklung und Kaufkraft des Geldes in Schleswig-Holstein von 1226-1864. Band 1+2. Karl Wachholtzverlag, Neumünster, 1952,1959.
Waschinski-Böttger, Alte schleswig-holsteinische Maße und Gewichte. Karl Wachhotz Verlag, Neumünster, 1952.
Wegemann, Prof. Dr. G., Die Flurnamen Dithmarschens. Band II. Verlag von Walter G. Mühlau, Kiel 1941.